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  <title>Shakespeare-Gesellschaft: Nachrichten über uns</title>
  <link>http://www.shakespeare-gesellschaft.de/</link><description>Neue Pressemeldungen über die Aktivitäten der Deutsche Shakespeare-Gesellschaft oder ihrer Mitglieder</description><language>de</language><image>
  <title>Shakespeare-Gesellschaft: Nachrichten über uns</title>
  <url>http://www.shakespeare-gesellschaft.de/fileadmin/templates/img/logo.png</url><link>http://www.shakespeare-gesellschaft.de/</link><width>173</width><height>125</height><description>Neue Pressemeldungen über die Aktivitäten der Deutsche Shakespeare-Gesellschaft oder ihrer Mitglieder</description></image><generator>TYPO3 - get.content.right</generator><docs>http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss</docs><copyright>Deutsche Shakespeare-Gesellschaft e.V.</copyright><webMaster>webmaster@shakespeare-gesellschaft.de</webMaster><lastBuildDate>Wed, 29 Apr 2009 00:00:00 +0200</lastBuildDate><item>
 <title>Der Android probt gerade</title>
 <link>http://www.shakespeare-gesellschaft.de/en/news/press/item/item/1092.html</link><description>Das Jahr 1919 schenkte Weimar zwei Neugründungen von unterschiedlicher Haltbarkeit: eine Nationalversammlung und die Bauhaus-Bewegung. In doppelter Jubiläumsstimmung versah die Deutsche Shakespeare-Gesellschaft ihre diesjährige Weimarer Frühjahrstagung mit dem optimistischen Titel „Aufbruch in die Moderne“. Doch da, wie ihr Präsident, Andreas Höfele, in Erinnerung rief, mit der Weimarer Republik auch die Versöhnung von Geist und Macht scheiterte, stand vor allem die Frage nach den retardierenden Momenten des politischen und kulturellen Aufbruchs im Mittelpunkt.In einem Vortrag von...</description><content:encoded><![CDATA[
 <p>Das Jahr 1919 schenkte Weimar zwei Neugründungen von unterschiedlicher Haltbarkeit: eine Nationalversammlung und die Bauhaus-Bewegung. In doppelter Jubiläumsstimmung versah die Deutsche Shakespeare-Gesellschaft ihre diesjährige Weimarer Frühjahrstagung mit dem optimistischen Titel „Aufbruch in die Moderne“. Doch da, wie ihr Präsident, Andreas Höfele, in Erinnerung rief, mit der Weimarer Republik auch die Versöhnung von Geist und Macht scheiterte, stand vor allem die Frage nach den retardierenden Momenten des politischen und kulturellen Aufbruchs im Mittelpunkt.</p>
 <p>In einem Vortrag von bestechender Anschaulichkeit skizzierte Peter Holbrook (Queensland) den Disput zwischen T. S. Eliot und Thomas Hardy über Wert und Unwert des Modernen. An Shakespeare, so Holbrook, werde dieser literarästhetische und zugleich ideologische Antagonismus augenfällig: In Eliots hochproblematischem Verhältnis zu dem Dichter und dessen exzentrischem Idiom spiegele sich sein programmatisches Missfallen am aufkeimenden Liberalismus. Die Ausfälle gegen den paradigmatischen Dichter der Moderne seien Teil einer „kulturellen Kampagne“ (Holbrook) gegen die gesamte moderne Kultur, die in Nietzsches individualistischer Ethik kulminiere. Der Grund für Eliots Feindseligkeit gegenüber Thomas Hardy läge danach in Hardys entschiedenem Bekenntnis zu Shakespeare, zum Individualismus und zur Aufgabe jeglicher Selbstbeschränkung. Dem Echo dieser Shakespeare-Begeisterung lauschte Holbrook noch in der Poetik des Hardy-Bewunderers Thom Gunn nach, die sich auf die Renaissance „als Periode wilder, anarchischer Lebenskraft“ berufe.</p>
 <p>Einen Fall pathologisch übersteigerter Selbstentgrenzung hingegen brachte Richard Wilson (Cardiff) mit dem Theatermacher Edward Gordon Craig ins Spiel. Craig habe sein autokratisches Theaterverständnis ausgerechnet an Weimar geschult. Während eines Besuches im Jahr 1904 habe ihn die „Nähe von Autorität und Kunst“, von Geist und Macht über die Maßen fasziniert – und zu seinem tyrannischen Regiestil angeregt. Der Anspruch totaler Souveränität mündete in die inhumane Vision der Über-Marionette als Ersatz für den Schauspieler. Wilson war es besonders um die fatale Verknüpfung ästhetischer mit politischen Ideologien zu tun, die er am Beispiel der militarisierten Ästhetik von Craigs „Hamlet“-Inszenierung vorführte.</p>
 <p>Mit zwei in der Wirkungsabsicht gänzlich verschiedenen Neubearbeitungen elisabethanischer Historiendramen befassten sich Werner von Koppenfels (München) und Jan Bürger (Marbach). Koppenfels zog am Beispiel des „Leben Eduards des Zweiten (nach Marlowe)“ von Brecht und Lion Feuchtwanger eine direkte Einflusslinie des elisabethanischen zu Brechts epischem Theater. Brechts freilich untypischer Ausflug in die Renaissance berge bereits den Kern seines späteren Stils: die Volksszenen, die Liedeinlagen, den holpernden, löchrigen Blankvers.</p>
 <p>Bürger indes unternahm den tapferen Versuch, Hans Henny Jahnn zu mehr wissenschaftlicher Aufmerksamkeit zu verhelfen. Seinen „Richard III.“ widme der damals zweiundzwanzigjährige Jahnn ganz der Eigendynamik des Tötens: kein Königsporträt mehr, sondern ein „Panorama menschlicher Grausamkeit“. Der Referent konnte die Lektüre deshalb auch nur bedingt empfehlen. Kein Ergebnis erbrachte die anschließende Diskussion darüber, ob Jahnns Außenseilerrolle allein in seiner blutrünstigen Obszönität begründet sei oder nicht doch in seinem widerspruchsvollen Kunstverständnis.</p>
 <p>Über die bei Shakespeare schlechterdings unvermeidliche Frage nach dem Verhältnis zwischen Leben und Kunst räsonierte Dorothee Fischer-Seidel (Düsseldorf). Ihre Lesart des „Ulysses“ von James Joyce ging vom berühmten neunten Kapitel aus, in dem Stephen Dedalus in der Dubliner Bibliothek in eine gelehrte Diskussion über Hamlet und die Biographie Shakespeares verwickelt wird. Stephens hanebüchene Theorien, die den „Hamlet“ als autobiographisches Zeugnis behandeln, fungierten tatsächlich als ein zentrales Strukturelement des Romans und zeigen, wie selbstverständlich die Kenntnis der Stücke und der Biographie Shakespeares als „Mythen des Alltags“ in der Moderne vorausgesetzt werden. In wie viel größerem Maße das für die achtziger Jahre gilt, zeigte ein Beitrag im wissenschaftlichen Seminar über „(Post-)Moderne Antworten auf Shakespeare“: Melanie Lörke aus Berlin erfreute das Plenum mit einer Szene aus „Star Trek“, in dem der Android Data anrührend ernst die Rolle Heinrichs V. einstudiert. „Ist das hier nicht schon längst Pop?“, schloss sich die vorsichtige Frage an.</p>
 ]]></content:encoded><category>Shakespeare Conferences</category>
<pubDate>Wed, 29 Apr 2009 00:00:00 +0200</pubDate>
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<title>Shakespeare-Gesellschaft vergibt Lehnert-Preis</title>
<link>http://www.shakespeare-gesellschaft.de/en/news/press/item/item/1090.html</link><description>Weimar (dpa) - Die Deutsche Shakespeare-Gesellschaft hat am Sonntag in Weimar den mit 2500 Euro dotierten Martin-Lehnert-Preis 2009 vergeben. Den Nachwuchspreis erhielt Katrin Trüstedt von der Europa-Universität Viadrina Frankfurt/Oder für ihre Doktorarbeit zu Shakespeares letztem Theaterstück «Sturm». Der nach dem ehemaligen Präsidenten der Gesellschaft benannte Preis würdigt Studierende und junge Wissenschaftler für herausragende Auseinandersetzung mit dem Schaffen und Wirken von William Shakespeare (1564-1616). Mit der Ehrung endete die viertägige Tagung der Shakespeare-Gesellschaft in...</description><content:encoded><![CDATA[
<p>Weimar (dpa) - Die Deutsche Shakespeare-Gesellschaft hat am Sonntag in Weimar den mit 2500 Euro dotierten Martin-Lehnert-Preis 2009 vergeben. Den Nachwuchspreis erhielt Katrin Trüstedt von der Europa-Universität Viadrina Frankfurt/Oder für ihre Doktorarbeit zu Shakespeares letztem Theaterstück «Sturm». Der nach dem ehemaligen Präsidenten der Gesellschaft benannte Preis würdigt Studierende und junge Wissenschaftler für herausragende Auseinandersetzung mit dem Schaffen und Wirken von William Shakespeare (1564-1616). Mit der Ehrung endete die viertägige Tagung der Shakespeare-Gesellschaft in Weimar, die unter unter dem Titel «Aufbruch in die Moderne» stand.</p>
]]></content:encoded><category>Martin Lehnert Award</category>
<pubDate>Sun, 26 Apr 2009 14:17:00 +0200</pubDate>
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<title>Shakespeare-Gesellschaft vergibt Lehnert-Preis</title>
<link>http://www.shakespeare-gesellschaft.de/en/news/press/item/item/1113.html</link><description>Den Nachwuchspreis erhielt Katrin Trüstedt von der Europa-Universität Viadrina Frankfurt/Oder für ihre Doktorarbeit zu Shakespeares letztem Theaterstück «Sturm». Der nach dem ehemaligen Präsidenten der Gesellschaft benannte Preis würdigt Studierende und junge Wissenschaftler für herausragende Auseinandersetzung mit dem Schaffen und Wirken von William Shakespeare (1564-1616). Mit der Ehrung endete die viertägige Tagung der Shakespeare-Gesellschaft in Weimar, die unter unter dem Titel «Aufbruch in die Moderne» stand.Die Gründung der Weimarer Republik und des Bauhauses vor 90 Jahren prägten...</description><content:encoded><![CDATA[
<p>Den Nachwuchspreis erhielt Katrin Trüstedt von der Europa-Universität Viadrina Frankfurt/Oder für ihre Doktorarbeit zu Shakespeares letztem Theaterstück «Sturm». Der nach dem ehemaligen Präsidenten der Gesellschaft benannte Preis würdigt Studierende und junge Wissenschaftler für herausragende Auseinandersetzung mit dem Schaffen und Wirken von William Shakespeare (1564-1616). Mit der Ehrung endete die viertägige Tagung der Shakespeare-Gesellschaft in Weimar, die unter unter dem Titel «Aufbruch in die Moderne» stand.</p>
<p>Die Gründung der Weimarer Republik und des Bauhauses vor 90 Jahren prägten die Debatten der Shakespeare-Tage. Die Teilnehmer diskutieren über die Einflüsse Shakespeares auf Literatur und Theater im frühen 20. Jahrhundert.</p>
<p>Bundestagspräsident Norbert Lammert griff die Jubiläen auf und sprach am Sonntag über «Weimar und das Scheitern der Moderne. Kein Königsdrama». Er bezeichnete die 84 Jahre zurückliegende Wahl von Paul von Hindenburg zum Nachfolger des verstorbenen Sozialdemokraten Friedrich Ebert zum zweiten Reichspräsidenten als Beginn des Scheiterns der Weimarer Republik.</p>
]]></content:encoded><category>Shakespeare Conferences</category>
<pubDate>Sun, 26 Apr 2009 13:08:00 +0200</pubDate>
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<title>Shakespeare, Weimar und das Scheitern</title>
<link>http://www.shakespeare-gesellschaft.de/en/news/press/item/item/1172.html</link><description>WEIMAR. Der Medienauftrieb um das vermeintlich authentische Shakespeare-Porträt ist vollkommen unerheblich für das Werk, doch steht er für die ungebrochene Faszination der Person Shakespeare.Prof. Andreas Höfele, der Präsident der Shakespeare-Gesellschaft, glaubt „keinen Moment“, dass dies der wahre Shakespeare sei - doch dass der wahre Shakespeare Momente unserer Geschichte und Gesellschaft aufzuhellen vermag, dass glaubt er ganz gewiss. Und so verbindet sich das Motto der Frühjahrstagung mit etwa 200 Gästen, „Aufbruch in die Moderne“, mit den Jubiläen der Weimarer Republik und des...</description><content:encoded><![CDATA[
<p>WEIMAR. Der Medienauftrieb um das vermeintlich authentische Shakespeare-Porträt ist vollkommen unerheblich für das Werk, doch steht er für die ungebrochene Faszination der Person Shakespeare.</p>
<p>Prof. Andreas Höfele, der Präsident der Shakespeare-Gesellschaft, glaubt „keinen Moment“, dass dies der wahre Shakespeare sei - doch dass der wahre Shakespeare Momente unserer Geschichte und Gesellschaft aufzuhellen vermag, dass glaubt er ganz gewiss. Und so verbindet sich das Motto der Frühjahrstagung mit etwa 200 Gästen, „Aufbruch in die Moderne“, mit den Jubiläen der Weimarer Republik und des Bauhauses. Und wenn der Bundestagspräsident seinen abschließenden, für alle Interessenten zugänglichen, Festvortrag „Weimar und das Scheitern der Moderne“ (Sonntag, 11 Uhr, Audimax) nennt, dann ist das auch eine Art von Reverenz an die Stadt und beschreibt zugleich die Spannbreite des Engländers, seine Faszination für die Gegenwart: Denn Aufbruch und Scheitern, Scheitern und Aufbruch. Hoffnung und Hybris, die Themen dieser Gesellschaft, das lässt sich immer wieder mit Shakespeare erzählen und befragen. Das Theaterprogramm, neben den Fachvorträgen, besteht, nachdem der „Fiesco“ nicht zur Verfügung steht, aus Claudia Meyers „Hamlet“.</p>
<p>Und wenn Thomas Schmidt vom DNT zum Schatzmeister gewählt wird, dann ist das nicht nur eine Reverenz, es ist womöglich auch eine List.</p>
]]></content:encoded><category>Shakespeare Conferences</category>
<pubDate>Fri, 24 Apr 2009 07:22:00 +0200</pubDate>
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<title>Shakespeares Einfluss auf Literatur der Moderne</title>
<link>http://www.shakespeare-gesellschaft.de/en/news/press/item/item/1114.html</link><description>«Aufbruch in die Moderne» lautet der Titel der viertägigen Tagung der 1864 in der Klassikerstadt gegründeten Deutschen Shakespeare-Gesellschaft. Werke von Bertolt Brecht, Hans Henny Jahnn, James Joyce, T. S. Eliot und Virginia Woolf würden in ihren Bezügen zu dem «Weltdramatiker» betrachtet, sagte Präsident Andreas Höfele vor der Eröffnung. Zum Abschluss am Sonntag werde Bundestagspräsident Norbert Lammert über «Weimar und das Scheitern der Moderne. Kein Königsdrama» sprechen.Anlass der Themenwahl seien die Gründung der Weimarer Republik und des Bauhauses Weimar vor 90 Jahren gewesen. In...</description><content:encoded><![CDATA[
<p>«Aufbruch in die Moderne» lautet der Titel der viertägigen Tagung der 1864 in der Klassikerstadt gegründeten Deutschen Shakespeare-Gesellschaft. Werke von Bertolt Brecht, Hans Henny Jahnn, James Joyce, T. S. Eliot und Virginia Woolf würden in ihren Bezügen zu dem «Weltdramatiker» betrachtet, sagte Präsident Andreas Höfele vor der Eröffnung. Zum Abschluss am Sonntag werde Bundestagspräsident Norbert Lammert über «Weimar und das Scheitern der Moderne. Kein Königsdrama» sprechen.</p>
<p>Anlass der Themenwahl seien die Gründung der Weimarer Republik und des Bauhauses Weimar vor 90 Jahren gewesen. In den frühen 1920er Jahren habe es große und umstrittene Shakespeare-Inszenierungen gegeben, die im Mittelpunkt der politischen und kulturpolitischen Debatte in Deutschland standen, sagte Höfele. Als Beispiel nannte er Inszenierungen von Leopold Jessner, eines wichtigen Vertreters des Bühnenexpressionismus und des politischen Theaters. Die Shakespeare-Tage bieten zudem ein wissenschaftliches Seminar, auf dem junge Anglisten und Literaturwissenschaftler ihre Arbeiten vorstellen, sowie einen Workshop für Lehrer, Studenten und interessierte Laien zu Aufführungspraktiken der Shakespeare-Dramen über die Jahrhunderte und ihre Vermittlung an Schüler.</p>
<p>«Wir sind eine der wenigen literarischen Gesellschaften, die keine Nachwuchssorgen hat», sagte Höfele. «Das liegt vor allem daran, dass Shakespeare so toll ist. Shakespeare ist den Schülern schwerer zu verderben als Schiller und Goethe.» Nach Angaben Höfeles sind unter den weltweit 2000 Mitgliedern der Gesellschaft viele Studenten. Der mit 2500 Euro dotierte Martin-Lehnert-Preis 2009 geht am Sonntag an Katrin Trüstedt von der Europa-Universität Viadrina Frankfurt/Oder. Sie erhält den Nachwuchspreis für ihre Doktorarbeit zu Shakespeares letztem Theaterstück «Sturm».</p>
]]></content:encoded><category>Shakespeare Conferences</category>
<pubDate>Thu, 23 Apr 2009 17:21:00 +0200</pubDate>
</item><item>
<title>Schau nach bei Shakespeare</title>
<link>http://www.shakespeare-gesellschaft.de/en/news/press/item/item/1171.html</link><description>LONDON. Das Cobbe-Porträt, das am heutigen Geburtstag des Meisters in dessen Geburtshaus in Stratford-upon-Avon erstmals gezeigt wird, soll das einzige Bildnis sein, das von ihm zu Lebzeiten gemalt wurde. Bisher galt, dass Shakespeares wahres Aussehen nur posthum festgehalten wurde. Die zwei wichtigsten Bildnisse: der Droeshout-Stich und die Grabbüste in Stratford. Beide entstanden nach Shakespeares Tod 1616, beiden wurde von Freunden des Barden eine „wahre Ähnlichkeit“ attestiert. Das Problem: Beide sind potthässlich. Um wieviel prächtiger dagegen das Cobbe-Porträt! „Dieses Porträt“,...</description><content:encoded><![CDATA[
<p>LONDON. Das Cobbe-Porträt, das am heutigen Geburtstag des Meisters in dessen Geburtshaus in Stratford-upon-Avon erstmals gezeigt wird, soll das einzige Bildnis sein, das von ihm zu Lebzeiten gemalt wurde. Bisher galt, dass Shakespeares wahres Aussehen nur posthum festgehalten wurde. Die zwei wichtigsten Bildnisse: der Droeshout-Stich und die Grabbüste in Stratford. Beide entstanden nach Shakespeares Tod 1616, beiden wurde von Freunden des Barden eine „wahre Ähnlichkeit“ attestiert. Das Problem: Beide sind potthässlich. Um wieviel prächtiger dagegen das Cobbe-Porträt! „Dieses Porträt“, erklärte Prof. Stanley Wells, „ist fast sicherlich das einzige authentische Bildnis von Shakespeare, das zu Lebzeiten angefertigt wurde.“ Wells ist einer der angesehensten Shakespeare-Forscher des Königreichs. Die Argumente für die Authentizität seien „indizienbasiert, aber überwältigend“. Mit Hilfe von Infrarotuntersuchungen, Röntgenaufnahmen und Holzanalysen könne das Porträt auf 1610 datiert werden, damals war Shakespeare 46. Ein entscheidendes Argument ist die Provenienz des Bildes. Es kam zur Cobbe-Familie durch die Verheiratung mit einer Urgroßtochter des Graten von Southampton – er war Shakespeares einziger Mäzen.</p>
<p>Für die Kritiker sind die Indizien nicht genug. „Völliger Stuss“, kommentiert Sir Roy Strong die Behauptung, es sei ein authentisches Bild. Er schließt sich der Oxforder Forscherin Katherine Duncan-Jones an, das Cobbe-Porträt zeige den Höfling Sir Thomas Overbury. Die Anglistin Hildegard Hammerschmidt-Hummel erklärte, das Cobbe-Bildnis sei kein authentisches.</p>
<p>Viel Lärm um nichts? Prof. Jonathan Bates. Warwick, sieht Wunschdenken: „Das Faszinierende ist, dass wir alle ein Bild von Shakespeare wollen, das glamouröser ist als der alte Glatzenstich von Droeshout oder die Schweinemetzgerbüste in der Kirche.“</p>
<p><i>„Shakespeare Found“. 23. April bis 6. September, Henley Street. Stratford-upon-Avon.</i></p>
]]></content:encoded><category>Research</category>
<pubDate>Thu, 23 Apr 2009 00:00:00 +0200</pubDate>
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<title>Vom Aufbruch in die Moderne</title>
<link>http://www.shakespeare-gesellschaft.de/en/news/press/item/item/1068.html</link><description>Weimar, (tlz) Deutschlands Shakespeareaner beschäftigen sich mit den beiden großen Jubiläen ihres Sitz- und Tagungsortes Weimar auf ihre Weise: 90 Jahre Weimarer Republik und Bauhaus. Der politische und künstlerische Aufbruch in die Moderne erfasste auch die Shakespeare-Rezeption: Avantgardistische und umstrittene Shakespeare-Inszenierungen wie Jessners epochemachender „Richard III“ oder „Hamlet“ mit Fritz Kortner, aber auch die Shakespeare-Rezeption in der anglo-amerikanischen Moderne sind die Haupt-Vortragsthemen bei der Frühjahrstagung der Deutschen Shakespeare-Gesellschaft vom 23. bis 26....</description><content:encoded><![CDATA[
<p><b>Weimar, </b>(tlz) Deutschlands Shakespeareaner beschäftigen sich mit den beiden großen Jubiläen ihres Sitz- und Tagungsortes Weimar auf ihre Weise: 90 Jahre Weimarer Republik und Bauhaus. Der politische und künstlerische Aufbruch in die Moderne erfasste auch die Shakespeare-Rezeption: Avantgardistische und umstrittene Shakespeare-Inszenierungen wie Jessners epochemachender „Richard III“ oder „Hamlet“ mit Fritz Kortner, aber auch die Shakespeare-Rezeption in der anglo-amerikanischen Moderne sind die Haupt-Vortragsthemen bei der Frühjahrstagung der Deutschen Shakespeare-Gesellschaft vom 23. bis 26. April. Auftakt und Ende der Shakespeare-Tage bilden zwei prominente Redner aus Wissenschaft und Politik: Jonathan Bate aus Warwick, einer der ganz Großen der aktuellen Shakespeare-Forschung, spricht über Wagners und Swinburnes Shakespeare. Bundestagspräsident Norbert Lammert schaut zum Ende der Tagung auf das Ergebnis: „Weimar und das Scheitern der Moderne. Kein Königsdrama“.</p>
<p>Zu diesen beiden Highlights der Tagung gibt es Einzelkarten für interessierte Gäste, (03643/ 90 40 76)</p>
]]></content:encoded><category>Shakespeare Conferences</category>
<pubDate>Thu, 16 Apr 2009 18:41:00 +0200</pubDate>
</item><item>
<title>Aufbruch in die Moderne</title>
<link>http://www.shakespeare-gesellschaft.de/en/news/press/item/item/1067.html</link><description>WEIMAR (rd). Unter dem Titel „Aufbruch in die Moderne“ trifft sich die Shakespeare-Gesellschaft heute in einer Woche zu einer viertägigen Frühjahrstagung an der Bauhaus-Universität. Anknüpfend an die Weimarer Jubiläen, wird dabei untersucht, wie der politische und künstlerische Auf- und Durchbruch Deutschlands auch die Shakespeare-Rezeption erfasst hatte: Avantgardistische und umstrittene Shakespeare-Inszenierungen wie Jessners epochemachender „Richard III.“ oder „Hamlet“ mit Fritz Kortner, unkonventionelle Bearbeitungen von Brecht und Hans Henny Jahnn, aber auch die Shakespeare-Rezeption in...</description><content:encoded><![CDATA[
<p>WEIMAR (rd). Unter dem Titel „Aufbruch in die Moderne“ trifft sich die Shakespeare-Gesellschaft heute in einer Woche zu einer viertägigen Frühjahrstagung an der Bauhaus-Universität. Anknüpfend an die Weimarer Jubiläen, wird dabei untersucht, wie der politische und künstlerische Auf- und Durchbruch Deutschlands auch die Shakespeare-Rezeption erfasst hatte: Avantgardistische und umstrittene Shakespeare-Inszenierungen wie Jessners epochemachender „Richard III.“ oder „Hamlet“ mit Fritz Kortner, unkonventionelle Bearbeitungen von Brecht und Hans Henny Jahnn, aber auch die Shakespeare-Rezeption in der anglo-amerikanischen Moderne - Joyce, Eliot, Virginia Woolf — sind die Haupt-Vortragsthemen. Auftakt und Ende der Tagung bilden zwei prominente Redner aus Wissenschaft und Politik: Jonathan Bäte aus Warwick, einer der ganz Großen der aktuellen Shakespeare-Forschung, geht mit seiner Rede zum Beginn einen Schritt zurück zu einer der Wurzeln der Moderne in die Dämmerung der Spätromantik. Er spricht über Wagners und Swinburnes Shakespeare. Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) schaut auf „Weimar und das Scheitern der Moderne. Kein Königsdrama“. Für beide Vorträge gibt es Einzelkarten für interessierte Gäste, zu bestellen unter (0 36 43) 90 40 76 oder per E-Mail: <a href="&#109;&#97;&#105;&#108;&#116;&#111;&#58;&#111;&#102;&#102;&#105;&#99;&#101;&#64;&#115;&#104;&#97;&#107;&#101;&#115;&#112;&#101;&#97;&#114;&#101;&#45;&#103;&#101;&#115;&#101;&#108;&#108;&#115;&#99;&#104;&#97;&#102;&#116;&#46;&#100;&#101;&#47;" >office@shakespeare-gesellschaft.de</a>. Das ausführliche Tagungsprogramm findet man u. a. im Internet: <a href="http://www.shakespeare-gesellschaft.de" target="_blank" >www.shakespeare-gesellschaft.de</a></p>
]]></content:encoded><category>Shakespeare Conferences</category>
<pubDate>Thu, 16 Apr 2009 18:20:00 +0200</pubDate>
</item><item>
<title>Sicherheit bis zum Jahr 2013</title>
<link>http://www.shakespeare-gesellschaft.de/en/news/press/item/item/1028.html</link><description>Weimar, (tlz/bük) OB Stefan Wolf (SPD) hat gestern eine Finanzierungsvereinbarung unterzeichnet, wonach die Shakespeare-Gesellschaft bis 2013 jährlich mit 20 000 Euro rechnen kann. „Für uns ist das ein entscheidender, existenzsichernder Betrag&quot;, sagte der Präsident der Gesellschaft, Andreas Höfele (München). Die Shakespeare-Gesellschaft, die die älteste literarische Gesellschaft Europas ist, hat ihren Sitz seit 145 Jahren in Weimar, aktuell in der Windischenstraße.</description><content:encoded><![CDATA[
<p><b>Weimar</b>, (tlz/bük) OB Stefan Wolf (SPD) hat gestern eine Finanzierungsvereinbarung unterzeichnet, wonach die Shakespeare-Gesellschaft bis 2013 jährlich mit 20 000 Euro rechnen kann. „Für uns ist das ein entscheidender, existenzsichernder Betrag&quot;, sagte der Präsident der Gesellschaft, Andreas Höfele (München). Die Shakespeare-Gesellschaft, die die älteste literarische Gesellschaft Europas ist, hat ihren Sitz seit 145 Jahren in Weimar, aktuell in der Windischenstraße.</p>
]]></content:encoded><category>Politics</category>
<pubDate>Sat, 07 Mar 2009 17:33:00 +0100</pubDate>
</item><item>
<title>Kein Altherrenverein</title>
<link>http://www.shakespeare-gesellschaft.de/en/news/press/item/item/1026.html</link><description>WEIMAR. Wie vom Stadtrat beschlossen, erhält die 1864 in Weimar gegründete Shakespeare-Gesellschaft zwischen 2009 und 2013 jährlich 20 000 Euro. „Das ist für uns existenzsichernd wichtig“, sagte Höfele im Rathaus. Weimar sei stolz und glücklich, so Wolf, dass die älteste literarische Gesellschaft Deutschlands ihren Sitz bis heute in der Stadt hat. Dabei sei diese alles andere als ein „Altherrenverein&quot;, so Wolf. Und Höfele bestätigte, man habe ein für eine literarische Gesellschaft erfreulich niedriges Durchschnittsalter aufzuweisen. Demnach sind 40 Prozent der rund 2000...</description><content:encoded><![CDATA[
<p>WEIMAR. Wie vom Stadtrat beschlossen, erhält die 1864 in Weimar gegründete Shakespeare-Gesellschaft zwischen 2009 und 2013 jährlich 20 000 Euro. „Das ist für uns existenzsichernd wichtig“, sagte Höfele im Rathaus. Weimar sei stolz und glücklich, so Wolf, dass die älteste literarische Gesellschaft Deutschlands ihren Sitz bis heute in der Stadt hat. Dabei sei diese alles andere als ein „Altherrenverein&quot;, so Wolf. Und Höfele bestätigte, man habe ein für eine literarische Gesellschaft erfreulich niedriges Durchschnittsalter aufzuweisen. Demnach sind 40 Prozent der rund 2000 Mitglieder jünger als 40 Jahre. „Wir wollen nicht behaupten, dass das an uns liegt“, so Höfele, „es liegt an Shakespeare“. Allerdings tue man mit neuen offenen Formaten jenseits der Vortragskultur einiges für die Lebendigkeit.</p>
<p>An der Unterzeichnung nahmen auch Stadtkulturdirektorin Julia Miehe und Bibliotheksdirektor Michael Knoche teil. Beide sind (wie auch der DNT-Intendant) von Amts wegen Vorstandsmitglieder der Gesellschaft; deren Shakespeare-Bibliothek befindet sich in der Anna-Amalia-Bibliothek.</p>
<p>Genau 145 Jahre nach Gründung – und vermutlich genau 445 Jahre nach Shakespeares Geburt – trifft sich die Gesellschaft am 23. April zur Frühjahrstagung in Weimar. Im Audimax der Uni steht sie vier Tage lang unter dem Motto „Aufbruch in die Moderne“.</p>
<p>Zum Abschluss wird der mit 2500 Euro dotierte Martin-Lehnert-Preis für die beste Shakespeare-Dissertation vergeben. Der Anglist Lehnert (1910-1992) war der bedeutendste Shakespeare-Forscher der DDR und langjähriger Präsident der Gesellschaft. Zur Preisverleihung am 26. April hält der Bundestagspräsident Norbert Lammert den Festvortrag „Weimar und das Scheitern der Moderne. Kein Königsdrama“.<br /><br /></p>
]]></content:encoded><category>Politics</category>
<pubDate>Sat, 07 Mar 2009 10:58:00 +0100</pubDate>
</item><item>
<title>Autopsie des Nationaldichters</title>
<link>http://www.shakespeare-gesellschaft.de/en/news/press/item/item/1017.html</link><description>Den Spruch aus der Bundesliga zitiert jedenfalls die Museumsleiterin Heike Gfrereis, um die Herausforderung für die Mannschaft des Literaturarchivs deutlich zu machen. Partyzwang musste trotzdem nicht verordnet werden. &quot;Es gilt, die Geburt zu feiern&quot;, erklärt der Direktor Ulrich Raulff. Und beim Geburtstag von Friedrich Schiller stehe Marbach nun mal im Zentrum der Aufmerksamkeit. 2005, als des Dichters 200. Todestag gewürdigt wurde, sei quasi nur geübt worden. Dieses Jahr, in dem sich der Geburtstag am 10. November 1759 zum 250. Mal jährt, präsentieren das Literaturarchiv und die...</description><content:encoded><![CDATA[
<p>Den Spruch aus der Bundesliga zitiert jedenfalls die Museumsleiterin Heike Gfrereis, um die Herausforderung für die Mannschaft des Literaturarchivs deutlich zu machen. Partyzwang musste trotzdem nicht verordnet werden. &quot;Es gilt, die Geburt zu feiern&quot;, erklärt der Direktor Ulrich Raulff. Und beim Geburtstag von Friedrich Schiller stehe Marbach nun mal im Zentrum der Aufmerksamkeit. 2005, als des Dichters 200. Todestag gewürdigt wurde, sei quasi nur geübt worden. Dieses Jahr, in dem sich der Geburtstag am 10. November 1759 zum 250. Mal jährt, präsentieren das Literaturarchiv und die Stadt allerlei Geschenke.</p>
<p>&quot;Feiern&quot; lautet also das Marbacher Jahresthema 2009. Im Schiller-Nationalmuseum wird zu seinem Festtag eine neue Dauerausstellung eröffnet. Bis November soll das 1903 erstellte Gebäude saniert und ausgestattet sein, sechs Millionen Euro geben Bund, Land und Spender dafür aus. Zuvor wird der Dichter von Kopf bis Fuß im Literaturmuseum der Moderne abgebildet. &quot;Autopsie Schiller&quot; heißt die Ausstellung, die vom 1. März bis 4. Oktober die Dinge in den Mittelpunkt stellt, die von ihm in Marbach zusammengekommen sind: ein Hut, ein Kopftuch, das gegen Schmerzen helfen sollte, Handwärmer aus Keramik, ein Riechfläschchen, eine Weste, eine Hose </p>
<h2><b>Es wird alles gesammelt, was Schiller in der Hand hielt </b></h2>
<p>&quot;Es wird gesammelt, egal was, Hauptsache Schiller hat es in der Hand gehabt&quot;, sagt Heike Gfrereis zur Tradition der Dichterverehrung. Über diese Gegenstände schlägt sie die Brücke zur Literatur, vom Spazierstock zum &quot;Spaziergang&quot;, von den Handwärmern zu den &quot;Räubern&quot;, von der Schuhschnalle zum &quot;Wallenstein&quot;. Mit Briefen, Büchern, Bildern und Manuskripten werden Friedrich Schillers materielle Hinterlassenschaften kombiniert.</p>
<p>Weil er vor vier Jahren als Dramenautor etwas zu kurz gekommen sei, sind diesem Aspekt zwei Tagungen gewidmet. Über das Thema &quot;Schiller- der deutsche Shakespeare?&quot; diskutieren unter anderem Volker Canaris und Ivan Nagel. Die deutsche Shakespeare-Gesellschaft und Mitglieder des Stuttgarter Staatstheaters sind mit von der Partie. Bei &quot;Schiller, der Spieler&quot; geht es um seine Rhetorik, seine dramatischen Konstruktionen und seine Kunstphilosophie. Zwei Konzerte mit Schillervertonungen in Zusammenarbeit mit der Hugo Wolf Akademie stehen auf dem Programm. Sogar der Bewegungskultur wird gefrönt: Vom 7. Juni an können literarisch interessierte Radler auf einem neuen Radrundweg Schillers Spuren zwischen Marbach, Benningen, dem Hohenasperg und Ludwigsburg verfolgen.</p>
<h2><b>Bestände werden digitalisiert </b></h2>
<p>Als Geschenk an die Nutzer des Literaturarchivs und der Bibliothek ist die Digitalisierung von Beständen zu verstehen. 2000 Seiten Schiller-Handschriften und Briefe sowie Bildnisse aus dem Literaturarchiv sind über den Internet-Katalog abrufbar. Die Bibliothek hat mehr als 4000 Nachweise auf Schillerquellen digitalisiert und plant, den privaten Bücherbestand des Dichters virtuell zu rekonstruieren. </p>
<p>Außerdem gibt es von nun an die jährliche Schiller-Bibliografie im Internet unter <i><a seen35896a1d1e700c07fe52b719270e1463b7c5478d="true" href="http://www.dla-marbach.de" title="http://www.dla-marbach.de" target="_blank">www.dla-marbach.de</a></i>, wo auch das Programm zum Schillerjahr zu finden ist. &quot;Wir wollen nicht nur Events feiern&quot;, erklärt Ulrich Raulff, &quot;wir wollen auch darüber reden, welche Rolle Schiller im Literaturarchiv spielt und was wir für sein Werk tun.&quot; </p>
<p>Offiziell beginnt dieses Schillerjahr am kommenden Montag. Buchstäblich an den Anfang erinnern dann die Feierlichkeiten: mit der Eröffnung des 1859 als Gedenkstätte eingerichteten und nun völlig umgestalteten Geburtshauses in der Marbacher Altstadt. &quot;Das Haus wurde rückwärts saniert und ist dem Ursprung näher als es vielleicht bisher war&quot;, erklärt der Direktor. Er ist sich sicher, dass die Ausstellung Furore machen wird. Nach 2009 bleibt den Mitarbeitern des Literaturarchivs bis zum nächsten Schiller-Gedenkjahr immerhin eine Verschnaufpause von 25 Jahren, um sich ein neues Programm auszudenken.</p>
]]></content:encoded><category>Politics</category>
<pubDate>Thu, 29 Jan 2009 17:55:00 +0100</pubDate>
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<title>Ewig junger Hamlet</title>
<link>http://www.shakespeare-gesellschaft.de/en/news/press/item/item/1011.html</link><description>MAINZ Shakespeare vom Spielplan zu nehmen - undenkbar. Seine Dramen sind ewig aktuell. Bei der erstmals in Mainz stattfindenden Herbsttagung der Deutschen Shakespeare-Gesellschaft (DSG) stand die Auseinandersetzung mit &quot;Hamlet&quot; im Zentrum.Gesetzt den Fall, die Institution Literatur würde verschwinden beziehungsweise in einem reißenden Strom fortgespült, dann wäre Shakespeare nach Auffassung des DSG-Präsidenten Prof. Andreas Höfele &quot;der letzte Autor, der aus dem Meer hervorschaut&quot;. Kein anderer Literat vereine so viel kulturelles Kapital auf sich wie der Engländer:...</description><content:encoded><![CDATA[
<p>MAINZ Shakespeare vom Spielplan zu nehmen - undenkbar. Seine Dramen sind ewig aktuell. Bei der erstmals in Mainz stattfindenden Herbsttagung der Deutschen Shakespeare-Gesellschaft (DSG) stand die Auseinandersetzung mit &quot;Hamlet&quot; im Zentrum.</p>
<p>Gesetzt den Fall, die Institution Literatur würde verschwinden beziehungsweise in einem reißenden Strom fortgespült, dann wäre Shakespeare nach Auffassung des DSG-Präsidenten Prof. Andreas Höfele &quot;der letzte Autor, der aus dem Meer hervorschaut&quot;. Kein anderer Literat vereine so viel kulturelles Kapital auf sich wie der Engländer: &quot;Nicht Homer, nicht Dante, nicht Goethe, nicht Schiller&quot;, sagt Höfele.</p>
<p>Im Mittelpunkt der Herbsttagung der Deutschen Shakespeare-Gesellschaft stehe nicht ohne Grund der &quot;Hamlet&quot;. Denn &quot;Hamlet&quot;, das sei laut Höfele ganz zentral das &quot;Drama der Fragen&quot;. Es beginne in der Eingangssequenz mit der Frage &quot;Who is there?&quot; Und &quot;die hallt nach&quot; - die drücke dem gesamten Stück seinen Stempel auf. &quot;Wir können uns in Hamlets Fragen immer noch wiedererkennen&quot;, unterstreicht Höfele. Und diese Fragen bekommen in jeder Epoche ihre ganz eigenen Antworten. Der Shakespeare-Forscher Terence Hawkes habe etwa in seiner Abhandlung &quot;Meaning by Shakespeare&quot; die These formuliert: &quot;Es gibt keine Bedeutung bei Shakespeare, wir schaffen jeweils andere Bedeutungen&quot;.</p>
<p>In der kanadischen TV-Soap Opera &quot;Slings &amp; Arrows&quot; (2003-2006) ließen sich beispielsweise deutlich markierte Referenzen, Zitate und Anspielungen zu Shakespeares Hamlet ausmachen. Wie die fünfaktige Dramenhandlung in eine sechsteilige Fernsehserie transponiert wurde, mit dieser Frage beschäftigt sich ein Tagungsvortrag der Theaterwissenschaftlerin Dr. Stefanie Diekmann. Eine Interpretation des &quot;Hamlet&quot; aus dem Blickpunkt der literarischen Moderne wagt der Shakespeare-Forscher Hugh Grady aus Philadelphia. In seinem Vortrag nähert er sich Hamlet aus der Perspektive von Walter Benjamin unter dem Stichwort: &quot;Brüche, zerbrechende Weltbilder&quot;.</p>
<p>Erstmals hält auch der Mainzer Theaterwissenschaftler, Prof. Dr. Friedmann Kreuder, einen Vortrag zu Shakespeare. Kreuder interpretiert die &quot;Hamlet&quot;-Inszenierung des kürzlich verstorbenen Regisseurs Klaus Michael Grüber an der Berliner Schaubühne (1982) im Lichte alter italienischer Darstellungstraditionen.</p>
]]></content:encoded><category>Shakespeare Conferences</category>
<pubDate>Mon, 24 Nov 2008 10:28:00 +0100</pubDate>
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<title>Michael Knoche erhält das Bundesverdienstkreuz</title>
<link>http://www.shakespeare-gesellschaft.de/en/news/press/item/item/1007.html</link><description>Weimar, 23.09.2008 (newsropa.de) - Dr. Michael Knoche, der Direktor der Herzogin Anna Amalia Bibliothek, wird für seine Verdienste um das Bibliothekswesen mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Bundespräsident Dr. Horst Köhler wird die Ordensinsignien am 06. Oktober 2008 persönlich im Rahmen der jährlichen Ordensverleihungen zum Tag der Deutschen Einheit an seinem Amtssitz auf Schloss Bellevue, Berlin, übergeben.Das Bundespräsidialamt begründet die Auszeichnung wie folgt:„Der Direktor der Herzogin Anna Amalia Bibliothek hat sich sowohl in seinem Beruf als auch in vielen wichtigen...</description><content:encoded><![CDATA[
<p>Weimar, 23.09.2008 (newsropa.de) - Dr. Michael Knoche, der Direktor der Herzogin Anna Amalia Bibliothek, wird für seine Verdienste um das Bibliothekswesen mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Bundespräsident Dr. Horst Köhler wird die Ordensinsignien am 06. Oktober 2008 persönlich im Rahmen der jährlichen Ordensverleihungen zum Tag der Deutschen Einheit an seinem Amtssitz auf Schloss Bellevue, Berlin, übergeben.<br />Das Bundespräsidialamt begründet die Auszeichnung wie folgt:</p>
<p>„Der Direktor der Herzogin Anna Amalia Bibliothek hat sich sowohl in seinem Beruf als auch in vielen wichtigen Ehrenämtern herausragende Verdienste um das Bibliothekswesen und um Bibliotheken als Orte unseres literarischen und kulturellen Gedächtnisses erworben. Unvergessen bleibt, wie er mit seinen Mitarbeitern, den Bauleuten, Feuerwehrmännern und Weimarer Bürgern Zehntausende Bücher aus der brennenden Herzogin Anna Amalia Bibliothek trug und sein Leben riskierte, um die kostbare Lutherbibel aus der berühmten Bibelsammlung der Herzogin vor den Flammen zu retten. Die überwältigende Spendenbereitschaft nach dem Brand und die glanzvolle Neueröffnung der Bücherschatzkammer am 24. Oktober 2007 nach schwierigen Renovierungsarbeiten sind vor allem ihm und seinem unermüdlichen Wirken zu verdanken.“</p>
<p>Dr. Michael Knoche wurde am 26. April 1951 in Werdohl/Westfalen geboren. Nach seiner Schulzeit in Leverkusen und Düsseldorf studierte er Germanistik, Philosophie und Theologie in Tübingen (1971-1978) und wurde 1985 in Germanistik promoviert. Seine bibliothekarische Ausbildung absolvierte er von 1978 bis 1980 an der Badischen Landesbibliothek Karlsruhe, bevor er bis 1985 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Bibliothekswissenschaft der Universität Köln tätig war. Von 1986 bis 1990 arbeitete er beim Springer-Verlag und 1991 beim Erich Schmidt-Verlag, Berlin. Seit dem 01. Juli 1991 ist er Direktor der Herzogin Anna Amalia Bibliothek, die zur Klassik Stiftung Weimar gehört.<br />Knoche ist im Beirat der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und im Kuratorium der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel tätig. Er gehört zum Vorstand der Deutschen Shakespeare-Gesellschaft und ist korrespondierendes Mitglied der Historischen Kommission des Börsenvereins und Mitglied des Nationalen Nominierungskomitees für das Weltdokumentenerbe-Programm der UNESCO.</p>
<h2>Kontakt:</h2>
<p><address>Saskia Helin M.A.<br />Pressereferentin<br />Klassik Stiftung Weimar<br />Referat Kommunikation<br />Burgplatz 4, D-99423 Weimar | PF 2012, D-99401 Weimar<br />Telefon +49-(0)3643-545-113<br />Telefax +49-(0)3643-545-118<br />mobil +49-(0)172-79-999-59<br /><a href="http://www.klassik-stiftung.de" target="_blank" >www.klassik-stiftung.de</a></address></p>
]]></content:encoded><category>Personal News</category>
<pubDate>Tue, 23 Sep 2008 09:54:00 +0200</pubDate>
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<title>Teamarbeiter aus der Saalestadt</title>
<link>http://www.shakespeare-gesellschaft.de/en/news/press/item/item/1004.html</link><description>Hermsdorf. Im Kreise seines Lehrerkollegiums nahm gestern Dr. Roland Petersohn die Ernennungsurkunde zum Schulleiter des Hermsdorfer Holzland-Gymnasiums entgegen. Schulamtsleiter Thomas Fügmann übergab sie während einer Dienstberatung in der Schule. Die stellvertretende Schulamtsleiterin und Verantwortliche für Gymnasien, Gudrun Nethel, Landrat Andreas Heller (CDU) und Hermsdorfs Bürgermeister Gerd Pillau gratulierten ebenfalls.Es habe &quot;viele Bewerbungen&quot; aus dem Haus und von außerhalb für die Stelle des Schulleiters gegeben, berichtete der Leiter des Schulamtes Jena/Stadtroda....</description><content:encoded><![CDATA[
<p>Hermsdorf. Im Kreise seines Lehrerkollegiums nahm gestern Dr. Roland Petersohn die Ernennungsurkunde zum Schulleiter des Hermsdorfer Holzland-Gymnasiums entgegen. Schulamtsleiter Thomas Fügmann übergab sie während einer Dienstberatung in der Schule. Die stellvertretende Schulamtsleiterin und Verantwortliche für Gymnasien, Gudrun Nethel, Landrat Andreas Heller (CDU) und Hermsdorfs Bürgermeister Gerd Pillau gratulierten ebenfalls.</p>
<p>Es habe &quot;viele Bewerbungen&quot; aus dem Haus und von außerhalb für die Stelle des Schulleiters gegeben, berichtete der Leiter des Schulamtes Jena/Stadtroda. Eine Kommission des Ministeriums gab Roland Petersohn den Zuschlag, Kultusminister Bernward Müller stimmte dem zu. Fügmann bezeichnete den neuen Schulleiter als &quot;gestandenen Jenenser&quot;. Der 46-Jährige ist Diplomlehrer für Englisch/Deutsch.</p>
<p>Er habe sich zahlreiche Referenzen erworben, zählte Thomas Fügmann einige der Verdienste des Pädagogen auf, der u.a. zahlreiche Schriften veröffentlichte, Lehrveranstaltungen durchführte, wissenschaftlich an der Uni Jena wirkte und an Englischlehrplänen mitarbeitete. Zuletzt war Petersohn Lehrer an der Berufsschule für Gesundheit und Soziales in Jena und dort auch in der Schulleitung tätig. &quot;Mein Hobby bleibt Shakespeare&quot;, erklärt der Jenaer, der Vizepräsident der Deutschen Shakespeare-Gesellschaft ist. Der englische Dramatiker spielte auch in seiner Promotion eine wesentliche Rolle.</p>
<p>&quot;Ich verstehe mich als Teamarbeiter und freue mich, gemeinsam mit Ihnen den Weg zu gehen&quot;, wandte sich Petersohn an seine künftigen Mitstreiter, an die 39 Lehrerinnen und Lehrer des Gymnasiums. Auch drei Referendare gehören im neuen Schuljahr dazu.</p>
<p>Er habe reichlich Praxiserfahrung gesammelt und wissenschaftlich gearbeitet. Jetzt sei er an einem Punkt angelangt, wo es ihm wichtig sei, sich auf eine Sache neu zu konzentrieren. Und das ist die Praxis, begründete Dr. Petersohn, warum er sich auf die ausgeschriebene Stelle beworben hat. Das Hermsdorfer Kollegium, das ein &quot;sehr gutes Potenzial&quot; besitzt und die überschaubare Schülerzahl haben ihn ebenfalls dazu motiviert. Da könne man alle mitnehmen und etwas erreichen, will der Saalestädter in den nächsten Jahren einiges in Hermsdorf bewegen.</p>
<p>Wichtig ist ihm vor allem die inhaltliche Arbeit, für die er seine bisherigen Verbindungen, etwa zu seiner letzten Schule, nutzen möchte, sagt Petersohn - wohlwissend, dass am Hermsdorfer Gymnasium auch Sanierungsbedarf besteht. In den Ferien wurden bereits einige Renovierungsarbeiten ausgeführt, die bis Schuljahresbeginn abgeschlossen sein sollen. Das habe man auch für die Arbeiten auf dem Schulhof zugesichert.</p>
<p>Im Anschluss an seine Ernennung lud der Schulleiter zum Imbiss ein. Den hatte sein Vater angerichtet. Der Jenaer Fleischermeister feierte jüngst sein 40-jähriges Jubiläum. Zur Berufswahl seines Sohnes äußert Erhard Petersohn: &quot;Er kommt nach meiner Frau. Bevor ich sie in die Fleischerei entführt habe, war sie acht Jahre im Schuldienst tätig.&quot; Ich möchte die Kooperationspartner, mit denen ich schon in Jena gearbeitet habe, mit einbeziehen.</p>
]]></content:encoded><category>Personal News</category>
<pubDate>Mon, 18 Aug 2008 14:05:00 +0200</pubDate>
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<title>Es ist der Deutschen liebste Leichenschau: Public Viewing</title>
<link>http://www.shakespeare-gesellschaft.de/en/news/press/item/item/994.html</link><description>Am Fauloch in Jena stehen große Leinwände Foto: tlz/Peter Michaelis Jena. (tlz) Deutschland ist im Fußball-Fieber. Allerorts werden große Leinwände aufgebaut, die Kneipen legen sich neue Flachbildschirme zu - alles lädt zum &quot;Public Viewing&quot;; und meint damit das gemeinsame Anschauen deutscher Fehlpässe und taktischen Unvermögens, eine alternde kroatische Abwehr auseinanderzunehmen. &quot;Wer zum Public Viewing geht, wohnt einer Leichenschau bei und freut sich halbtot, weil er nicht weiß, dass er schon ganz hinüber ist.&quot; Wiglaf Droste, Baujahr 1961, Westfale, Kleinkünstler und...</description><content:encoded><![CDATA[
<p>Am Fauloch in Jena stehen große Leinwände Foto: tlz/Peter Michaelis Jena. (tlz) Deutschland ist im Fußball-Fieber. Allerorts werden große Leinwände aufgebaut, die Kneipen legen sich neue Flachbildschirme zu - alles lädt zum &quot;Public Viewing&quot;; und meint damit das gemeinsame Anschauen deutscher Fehlpässe und taktischen Unvermögens, eine alternde kroatische Abwehr auseinanderzunehmen.</p>
<p> &quot;Wer zum Public Viewing geht, wohnt einer Leichenschau bei und freut sich halbtot, weil er nicht weiß, dass er schon ganz hinüber ist.&quot; Wiglaf Droste, Baujahr 1961, Westfale, Kleinkünstler und Musiker, mag es nicht glauben, was da im ganzen Land passiert. Für den Radiosender MDR-Figaro räumte er in diesen Tagen auf mit dem &quot;Fußball-Wahn&quot; des Public Viewings. Denn: &quot;Weil Nationalismus niemals harmlos ist, muss seine angebliche Harmlosigkeit aggressiv betont werden, und dazu bedient sich der Nationaljournalist eines modischen Gestammels, das sich international gibt, in dem es also von City-Toiletten und Fanshops wimmelt und in dem die zu Klumpenballung aufgestachelter Gaffmassen Public Viewing heißt. Pech nur, dass Public Viewing gar nicht öffentliches Anschauen heißt, sondern die öffentliche Aufbarung eines Verstorbenen begrifflicht.&quot; Public Viewing ist ein Scheinanglizismus, sagt der Jenaer Dr. Roland Petersohn, stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Skakespeare-Gesellschaft. &quot;Es ist historisch betrachtet ein Fachbegriff für die Zurschaustellung eines Toten&quot;, sagt Petersohn. Der Engländer als Muttersprachler verbinde mit diesem Begriff sicher nichts Gutes. &quot;Und schon gar nicht, mit Freunden gemeinsam Fußball zu schauen&quot;, so Petersohn. Im Mutterland der Ledertreterei hätten groß angekündigte &quot;Public Viewings&quot; nach Ansicht des Experten von der Shakespeare-Gesellschaft keine Chance.</p>
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<p> Als Beispiel führt Petersohn einen Artikel der englischen Rundfunkanstalt BBC aus dem Jahr 2001 an, in dem es um ein &quot;Public Viewing for the former Pontiff&quot; als die öffentliche Aufbarung des ehemaligen Papstes geht. &quot;Es wurde nämlich darauf hingewiesen, dass der Sarg von Papst Johannes dem 23. zum ´public viewing´ im klassischen Sinne, auch wenn der Sarg wohl zu blieb, gezeigt würde&quot;, sagt Petersohn.</p>
<p> Auch die Stiftung &quot;Deutsche Sprache&quot; hat sich dieses Wortes angenommen und sucht aktuell nach einem deutschen Ersatz. Mit der Aktion &quot;Lebendiges Deutsch&quot; soll geholfen werden, unnötige Anglizismen zu vermeiden. Wer sich daran beteiligen möchte, kann das im Netz unter www.aktionlebendigesdeutsch.de tun - Fußball hin oder her.</p>
<h2 style="font-weight: normal;"> Von miefenden Gebrüllkamarilla</h2>
<p> Wiglaf Droste ist des Trubels um den Fußball überdrüssig, das &quot;Public Viewing&quot; wird er aber nicht aufhalten können. Dass solche Begriffe in die Deutsche Sprache Einzug halten, ist nichts Außergewöhnliches. &quot;´Coffee to go´ zum Beispiel ist ein solcher Modebegriff, der in den Vereinigten Staaten entwickelt wurde und auch mit der von uns bekannten Bedeutung in England und den USA genutzt wird&quot;, sagt Petersohn. Nur Public Viewing eben, das sei etwas anderes. Und auch über den Ablauf des Benannten weiß Droste genau bescheid: &quot;Die deutschen Fans freuen sich laut und vernehmlich. Zwar ist einer nach ungewaschenem Herrengedeck miefenden Gebrüllkamarilla nichts angenehmes, aber es wird medial schön gesprochen&quot;, erklärt er über den MDR-Äther in seiner allwöchentlichen und beliebten &quot;Sprachsprechstunde&quot; (mittwochs, 8.15 Uhr).</p>
<p> Schönzusprechen war die Leistung der deutschen Elf gegen Kroatien aber gar nicht. Denn das, was die Profis da den vielen Tausenden, die die Leinwände säumten, anboten, war eines selbst ernannten Europameisterschaftsanwärters nicht würdig. Und somit kann man nur hoffen, dass sich mit der Partie am Montag gegen Österreich nicht am Ende doch noch die wahre Bedeutung von &quot;Public Viewing&quot; aus deutscher Sicht bewahrheiten und der dann mausetote Traum vom Titelgewinn ganz öffentlich zur Schau gestellt wird.</p>
<p> Wiglaf Droste spricht kontra. Foto: dpa</p>
]]></content:encoded><category>Personal News</category>
<pubDate>Fri, 13 Jun 2008 04:56:00 +0200</pubDate>
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<title>Friss oder spiel!</title>
<link>http://www.shakespeare-gesellschaft.de/en/news/press/item/item/991.html</link><description>Spargel mit Kernöl-Vinaigrette, Ochsenfleisch, Marillen-Buchteln: Schon das kulinarische Beiprogramm rechtfertigte die Entscheidung, die diesjährigen Shakespeare-Tage in Wien abzuhalten. Auch im Vortragsprogramm der Tagung der Shakespeare-Gesellschaft sollte, unter dem Titel &quot;Bühne und Bankett&quot;, das Kulturthema Essen verhandelt werden.Um Falstaffs Frühstücksorgien, Titus' kannibalistische Küchlein und den theatralischen Gebrauch von Früchten und Lüsten ging es allerdings erst in den Beiträgen der Shakespeare-Forscher. Luc Bondys Inszenierung des &quot;Lear&quot; ließ zwar...</description><content:encoded><![CDATA[
<p>Spargel mit Kernöl-Vinaigrette, Ochsenfleisch, Marillen-Buchteln: Schon das kulinarische Beiprogramm rechtfertigte die Entscheidung, die diesjährigen Shakespeare-Tage in Wien abzuhalten. Auch im Vortragsprogramm der Tagung der Shakespeare-Gesellschaft sollte, unter dem Titel &quot;Bühne und Bankett&quot;, das Kulturthema Essen verhandelt werden.</p>
<p>Um Falstaffs Frühstücksorgien, Titus' kannibalistische Küchlein und den theatralischen Gebrauch von Früchten und Lüsten ging es allerdings erst in den Beiträgen der Shakespeare-Forscher. Luc Bondys Inszenierung des &quot;Lear&quot; ließ zwar Schauspieler Karotten schaben und Gert Voss in eine verweste Ratte beißen, aber sie verteidigte vor allem das opulente Schauspieler- gegen das Regietheater. Und auch Daniel Kehlmann hielt sich in einer kurzen Eröffnungsrede von leiblichen Genüssen eher fern. Er inszenierte Shakespeares &quot;Sturm&quot; als sein eigenes Drama des begabten Kindes, in dem der gealterte Schöpfer vom guten Geist Ariel verlassen wird. Das mundete vor allem jenen Shakespeare-Kennern, die von Luft und Liebe leben...</p>
<p>Das Tagungsthema spielte durchaus mit der gängigen Versuchung, die anekdotisch bestückten Wunderkammern einer mit ihren Funden prunkenden Kulturgeschichte zu öffnen, aber es bot gleichzeitig die Chance, die sinnliche Fülle des Materials an präzise Text- und Aufführungs-Analysen zurückzubinden.</p>
<p>Bald kristallisierte sich ein Spannungsfeld heraus, in dem die Körper und die Zeichen, das Materielle und das Symbolische sich gegenseitig in Schach hielten. Dass die physische Dimension sich nicht allein in den schlechten Tischmanieren von Ariels Gegenspieler Caliban erschöpfte, zeigten die Vorträge von Nicola Watson (Open University) und Joan Fitzpatrick (Loughborough). Während Watson kuriose Rituale und Rezepte der Shakespeare-Gedächtnis-Industrie auftischte, rekonstruierte Fitzpatrick die Produkt-Karrieren von Aprikosen, Butter und Kapaunen anhand frühneuzeitlicher Diät-Ratgeber. Gemäß der didaktischen Funktion solcher Handbücher stellten die Belehrungen Exzess und Mäßigung, aber auch die Vermittlung nationaler und geschlechterspezifischer Verhaltensmuster in den Vordergrund.</p>
<p>Auf dem Theater ergibt sich dagegen ein Spielraum, in dem die sexuellen Konnotationen von Nahrungsmitteln ihren Auftritt erhalten: In Zoten und Wortspielen stehen die &quot;butter-box&quot; für Geschlechtsverkehr mit Prostituierten und Hamlets Verweis auf einen Kapaun für die effeminierende Wirkung seiner Selbstzweifel. Ein weiteres Doppelgesicht dramatisch verwerteter Esskultur beleuchtete Michael Dobson (Birkbeck College). Werden Nahrungsmittel zu bedeutungsstiftenden Requisiten, entfalten sie eine physische Eigendynamik, die illusionsbrechend wirken kann; und an solche Ablenkungspotenziale lassen sich nicht nur Überlegungen zur Komik von hungrigen Schauspielern und unfreiwillig elastischen Gummi-Hähnchen auf Macbeths Tafel, sondern auch zur Synchronisierung von Essgewohnheiten und Dramenhandlung knüpfen.</p>
<p>Dobson demonstrierte am Beispiel des Nachtisch-Banketts, wie sich in der elisabethanischen Zeit alltagsweltliche und ästhetische Rituale verschränkten. Was im Zusammenwirken solcher sozialer und theatralischer Praktiken auf dem Spiel steht, verfolgte anschließend Gerhard Neumann (München). Er nahm sich Shakespeares Bankette vor, um eine historische Phänomenologie des Gastmahls zu entfalten, die zugleich eine Kasuistik dramatischer Selbstreflexion bot. Mit diesem doppelten Zugriff gelang ihm eine Engführung von Kulturanthropologie und Dramentheorie, die neue Einblicke in den Text des Hamlet ermöglichte: Noch intensiver als im &quot;Sturm&quot;, wo das unterbrochene Bankett als Kulminationspunkt einer Staatsutopie fungiert, wird in den strukturell verwandten Banketten, Duellen und Spiel-im-Spiel-Szenen des &quot;Hamlet&quot; die kulturstiftende Macht des Theaters in Form von kulinarischen Anspielungen und Reflexionen über Ess-Akte auf die Probe gestellt. Neumanns weit ausgreifender Vortrag entwarf ein elegantes Korsett für die positivistische Opulenz mancher britischer Vorträge.</p>
<p>Peter Holland (Notre Dame) führte mit Coriolanus vor, wie aufgrund einer programmatisch ungeklärten Hungersnot ein gesamter Staatskörper auf den Seziertisch der Bühne gerät. Andreas Höfele (München) analysierte anhand der scheiternden Gastmahle und pervertierten Opferrituale im &quot;Timon&quot; und im &quot;Titus&quot;, wie Shakespeare Essen und Fressen in komplexen Konstellationen von Zivilisation und Barbarei verschränkt; und welche Rolle Details wie Lavinias abgetrennte Zunge im &quot;Titus&quot; oder Angelos mutmaßlicher Lamm-Genuss am Freitag in &quot;Maß für Maß&quot; im Licht der zeitgenössischen konfessionellen Konflikte spielen, erläuterten Birgit Walkenhorst (Mainz) und Enno Ruge (Heidelberg).</p>
<p>Aus solchen historischen Rekonstruktionen ergaben sich immer wieder auch Perspektiven auf unsere Gegenwart. Diese erhellten nicht nur das Wiener Prekariat, das sich in Karin Beiers Inszenierung von &quot;Maß für Maß&quot; munter dem kulinarischen Zeitgeist widersetzte, sondern auch jene säkularisierten Distinktionsrituale, die Fernsehköche zu Königen und bulthaup-Küchen zu Kathedralen werden lassen.</p>
]]></content:encoded><category>Shakespeare Conferences</category>
<pubDate>Sat, 03 May 2008 00:00:00 +0200</pubDate>
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<title>Shakespeares Essen: gut und kannibalisch</title>
<link>http://www.shakespeare-gesellschaft.de/en/news/press/item/item/986.html</link><description>Mit dem Geld für die „Vermessung der Welt“ habe er sich unter anderem eine Ausgabe aller 37 Shakespeare-Stücke auf DVD gekauft, verriet Daniel Kehlmann vor einigen Monaten der „Presse“. Die Einladung, die Shakespeare-Tage 2008 zu eröffnen, sei ihm deswegen auch sehr recht gekommen – „ich hab' mir gedacht, jetzt muss ich's mir anschauen!“Nun ist es so weit, heute, Donnerstag, hält Kehlmann im Burgtheater die Eröffnungsrede. Jedes Jahr rund um Shakespeares vermutlichen Geburtstag, den 23.April, hält die Deutsche Shakespeare-Gesellschaft ihre Jahrestagung ab, diesmal in Wien, und es geht um...</description><content:encoded><![CDATA[
<p>Mit dem Geld für die „Vermessung der Welt“ habe er sich unter anderem eine Ausgabe aller 37 Shakespeare-Stücke auf DVD gekauft, verriet Daniel Kehlmann vor einigen Monaten der „Presse“. Die Einladung, die Shakespeare-Tage 2008 zu eröffnen, sei ihm deswegen auch sehr recht gekommen – „ich hab' mir gedacht, jetzt muss ich's mir anschauen!“</p>
<p>Nun ist es so weit, heute, Donnerstag, hält Kehlmann im Burgtheater die Eröffnungsrede. Jedes Jahr rund um Shakespeares vermutlichen Geburtstag, den 23.April, hält die Deutsche Shakespeare-Gesellschaft ihre Jahrestagung ab, diesmal in Wien, und es geht um „Shakespeares Essen: Bühne und Bankett“. Michael Dobson etwa erzählt, wie das Essen auf der Bühne bei Shakespeare die höfische Theaterpraxis widerspiegelt, Joan Fitzpatrick betrachtet das Essen in den Dramen vor dem Hintergrund der zeitgenössischen medizinischen Diät- und Körpersäftelehre. Literatur kulturwissenschaftlich zu lesen sei derzeit sehr „in“, begründet Dieter Fuchs vom Institut für Anglistik Wien das ausgefallene Thema.</p>
<h2>Gereicht wird Lachs in Dunkelbier</h2>
<p>Gespeist werden die Forscher deswegen auch nicht etwa mit Backhendl, wie die „Presse“ erfuhr, sondern mit Orangenhuhn in Zimt-Ingwer-Pflaumensauce oder Lachs in Dunkelbier. Bei Shakespeare geht es freilich nicht immer so appetitlich zu – wer weiß, was Titus in Shakespeares Erstling mit den Kindern der Gotenkönigin anstellt, weiß auch, warum auf dem Menüplan die Pastete fehlt... sim</p>
<p>Eröffnung mit Daniel Kehlmann heute, 16.30h (Karten: 01/51444-4440). Vorträge am 25. und 26.4. im Großen Festsaal der Uni Wien. Die Tagung findet in Kooperation mit Uni Wien, Burgtheater und den Wiener Vorlesungen statt. Die Burg bringt aus diesem Anlass „Maß für Maß“, „Sturm“ sowie „König Lear“.</p>
]]></content:encoded><category>Shakespeare Conferences</category>
<pubDate>Thu, 24 Apr 2008 00:00:00 +0200</pubDate>
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<title>Lesung von Andreas Höfele</title>
<link>http://www.shakespeare-gesellschaft.de/en/news/press/item/item/982.html</link><description> mel. Sie kennen sich seit Kindertagen, besuchten gemeinsam in Mainz die Schule. Heute ist Peter Leucht Buchhändler und Andreas Höfele Autor. Was liegt da näher, als das der Autor sein neues Buch in der Buchhandlung vorstellt? Andreas Höfele ist Donnerstag, 17. April, um 20 Uhr in der Buchhandlung Wiederspahn in Wiesbaden (Wilhelmstraße 8) zu Gast. Er liest aus seinem aktuellen Buch &quot;Abweg&quot;, erschienen im neu gegründeten Verlag &quot;weissbooks&quot;, dessen Verleger, der langjährige Suhrkamp-Programmchef Rainer Weiss, ebenfalls anwesend sein wird und seinen Verlag und sein...</description><content:encoded><![CDATA[
<p> mel. Sie kennen sich seit Kindertagen, besuchten gemeinsam in Mainz die Schule. Heute ist Peter Leucht Buchhändler und Andreas Höfele Autor. Was liegt da näher, als das der Autor sein neues Buch in der Buchhandlung vorstellt? Andreas Höfele ist Donnerstag, 17. April, um 20 Uhr in der Buchhandlung Wiederspahn in Wiesbaden (Wilhelmstraße 8) zu Gast.</p>
<p> Er liest aus seinem aktuellen Buch &quot;Abweg&quot;, erschienen im neu gegründeten Verlag &quot;weissbooks&quot;, dessen Verleger, der langjährige Suhrkamp-Programmchef Rainer Weiss, ebenfalls anwesend sein wird und seinen Verlag und sein eindrucksvolles erstes Verlagsprogramm vorstellen wird. &quot;Abweg&quot; ist eine stilsichere und spannende Erzählung, die in einer Universitätsstadt spielt und, so der Autor selbst, &quot;in den späten siebziger Jahren, über die man sagt: Wer sich an sie erinnert, hat sie nicht erlebt.&quot; Höfele, Jahrgang 1950, ist Anglist, Germanist und Theaterwissenschafler und darüberhinaus Präsident der Shakespeare-Gesellschaft. Der Eintritt zu der Lesung ist frei.</p>
<p></p>
]]></content:encoded><category>Personal News</category>
<pubDate>Tue, 15 Apr 2008 00:00:00 +0200</pubDate>
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<title>Prost Mahlzeit, Herr Dichter!</title>
<link>http://www.shakespeare-gesellschaft.de/en/news/press/item/item/981.html</link><description>&quot;Angst essen Seele auf&quot;, hieß es bei Fassbinder. Der Volksmund gibt die Einsicht weiter, Essen halte Leib und Seele zusammen. Wenn sie auseinandergehen, droht der Tod. Nur Heiligen ist ein Leben ohne Nahrung vergönnt; sie sind schon zu Lebzeiten mehr Seele als Leib. Dass wir in unheiligen Zeiten leben, belegt das Fernsehen, wo Titel wie &quot;Kerner kocht seelenlose Suppen&quot; den Schwerpunkt bilden. Auch die Literaturwissenschaft will sich dem Trend zum Kochen und Genießen ohne Reue nicht länger verschließen. Das Thema Essen, so teilt die Deutsche Shakespeare-Gesellschaft...</description><content:encoded><![CDATA[
<p>&quot;Angst essen Seele auf&quot;, hieß es bei Fassbinder. Der Volksmund gibt die Einsicht weiter, Essen halte Leib und Seele zusammen. Wenn sie auseinandergehen, droht der Tod. Nur Heiligen ist ein Leben ohne Nahrung vergönnt; sie sind schon zu Lebzeiten mehr Seele als Leib. Dass wir in unheiligen Zeiten leben, belegt das Fernsehen, wo Titel wie &quot;Kerner kocht seelenlose Suppen&quot; den Schwerpunkt bilden. Auch die Literaturwissenschaft will sich dem Trend zum Kochen und Genießen ohne Reue nicht länger verschließen. Das Thema Essen, so teilt die Deutsche Shakespeare-Gesellschaft vollmundig mit, sei nicht weniger elementar als die Liebe und der Tod und eines der großen Themen der Kulturgeschichte. Unter dem Titel &quot;Bühne und Bankett - Shakespeares Essen&quot; trifft man sich, wie gestern kurz gemeldet, demnächst in Wien. Unbestätigten Berichten zufolge laufen die Vorbereitungen in Form entsprechender Schnitzel auf Hochtouren.</p>
<p>Das Tagungsmotto habe man indessen Karl Valentins &quot;Firmling&quot; entliehen; in Gestalt der Liesl Karlstadt schiebt der seinem redseligen, betrunkenen Vater in einem Münchner Lokal unsanft den Teller hin mit mit den Worten: &quot;Nun friss!&quot; Auch Shakespeare-Freunde wissen jetzt: Reden mag zwar noch Silber sein, Löffeln aber ist pures Gold. Mancher vertreibt damit gar seine Angst - vor dem Leben , vor Kerners Köchen, vor dem ganzen Rest. </p>
]]></content:encoded><category>Shakespeare Conferences</category>
<pubDate>Wed, 02 Apr 2008 00:00:00 +0200</pubDate>
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<title>«Bühne und Bankett. Shakespeares Essen»</title>
<link>http://www.shakespeare-gesellschaft.de/en/news/press/item/item/979.html</link><description>Weimar/Wien (ddp). Rund 400 Freunde des englischen Dichters William Shakespeare (1564-1616) kommen vom 24. bis 27. April zu den Shakespeare-Tagen im österreichischen Wien zusammen. Der in Wien lebende Schriftsteller Daniel Kehlmann («Die Vermessung der Welt») halte am 24. April im Burgtheater die traditionelle «Rede zum Shakespeare-Tag», teilte die Deutsche Shakespeare-Gesellschaft in Weimar mit.Die wissenschaftliche Tagung am 25. und 26. April in der Universität Wien steht unter der Überschrift «Bühne und Bankett. Shakespeares Essen». Essen ist nach Angaben der Veranstalter neben Liebe und...</description><content:encoded><![CDATA[
<p>Weimar/Wien (ddp). Rund 400 Freunde des englischen Dichters William Shakespeare (1564-1616) kommen vom 24. bis 27. April zu den Shakespeare-Tagen im österreichischen Wien zusammen. Der in Wien lebende Schriftsteller Daniel Kehlmann («Die Vermessung der Welt») halte am 24. April im Burgtheater die traditionelle «Rede zum Shakespeare-Tag», teilte die Deutsche Shakespeare-Gesellschaft in Weimar mit.</p>
<p>Die wissenschaftliche Tagung am 25. und 26. April in der Universität Wien steht unter der Überschrift «Bühne und Bankett. Shakespeares Essen». Essen ist nach Angaben der Veranstalter neben Liebe und Tod eines der großen Themen der Kulturgeschichte. Viele Rituale, die das gesellschaftliche Zusammenleben bestimmten, stammten aus der Esskultur.</p>
<p>Dies zeige sich auch in Shakespeares Werken. Bankett- und Gastmahlszenen bildeten oft die dramaturgischen Höhepunkte seiner Stücke. Gourmands wie Falstaff gehörten zu Shakespeares beliebtesten Figuren.</p>
<p>Die Mitglieder der Shakespeare-Gesellschaft tafeln am Abend des 25. April beim «Bankett wie zu Shakespeares Zeiten» im Wiener Rathauskeller nach Rezepten aus dem elisabethanischen England. (ddp)</p>
]]></content:encoded><category>Shakespeare Conferences</category>
<pubDate>Tue, 01 Apr 2008 13:32:00 +0200</pubDate>
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